Biomechanik des Golfschwungs



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Die Bio­me­cha­nik des Golf­schwungs kann für den Lai­en ziem­lich ver­wir­rend sein. Ich kann dir ver­si­chern, dass du die­se Kon­zep­te unbe­dingt ver­ste­hen musst, wenn du das Golf­spiel beherr­schen willst.

Zunächst die Defi­ni­ti­on der Bio­me­cha­nik: “Die Leh­re von der Ein­wir­kung äuße­rer und inne­rer Kräf­te auf den leben­den Kör­per, ins­be­son­de­re auf das Skelettsystem.”

Jeder, der schon ein­mal Golf gespielt hat, kennt die äuße­ren und inne­ren Kräf­te, die auf den Kör­per wir­ken, wenn du den Golf­schlä­ger schwingst, ganz genau.

Mir wur­de schnell klar, wie kom­plex es ist, die­se äuße­ren und inne­ren Kräf­te nicht nur zu ver­ste­hen, son­dern auch zu steuern.

Nach vie­len Stu­di­en und Spie­len wur­de mir klar, dass das Geheim­nis eines guten Golf­schwungs dar­in besteht, dass du zuerst ver­ste­hen musst, wie die­se Kräf­te beim Golf­schwung wir­ken, und dann musst du die­se inne­ren und äuße­ren Kräf­te so aus­rich­ten, dass sie har­mo­nisch wirken.

Das ist der Schlüs­sel zur Ent­wick­lung eines kraft­vol­len Golf­schwungs, den du immer und immer wie­der wie­der­ho­len kannst.

Die Bio­me­cha­nik des Golf­schwungs funk­tio­niert nach den Geset­zen der Phy­sik und alles, was wir gegen die­se Geset­ze tun, ver­zö­gert den Lern­pro­zess nur weiter.

Ich hof­fe, dass die­se wis­sen­schaft­li­che Dis­kus­si­on über die Bio­me­cha­nik des Golf­schwungs dir genau­so hilft, wie sie mir gehol­fen hat.

Jon Bar­rett von Golf Swing Eure­ka hat eine Umfra­ge durch­ge­führt und Gol­fern die Fra­ge gestellt: Wel­cher Teil des Kör­pers trägt am meis­ten zur Schlä­ger­kopf­ge­schwin­dig­keit bei?

Die Ant­wort auf die­se Fra­ge hat­te einen tief­grei­fen­den Ein­fluss auf mein Ver­ständ­nis der Bio­me­cha­nik des Golf­schwungs. Die meis­ten Golf­pro­fis spre­chen NIE über die­se Tat­sa­che, dabei ist sie der ent­schei­den­de Fak­tor für die mühe­lo­se Kraft beim Golfschwung.

Nur 20% haben die rich­ti­ge Ant­wort gegeben!

Das ist nur 1 von 5 Golfern!

Und die­se Gol­fer reich­ten vom Scratch-Gol­fer bis zum High-Handicapper.

Selt­sa­mer­wei­se steht die­se Zahl im Zusam­men­hang mit einer ande­ren Golf­sta­tis­tik: Wuss­test du, dass nur 20 % der Gol­fer ein Han­di­cap von weni­ger als 18 haben?

Ich glau­be, dass genau die­se 20% der Gol­fer die­sen ent­schei­den­den bio­me­cha­ni­schen Aspekt des Golf­schwungs verstehen.

Wel­cher Teil dei­nes Kör­pers trägt dei­ner Mei­nung nach am meis­ten zur Schlä­ger­kopf­ge­schwin­dig­keit bei?

Ist es:
- Schul­tern
- Arme
- Hän­de
- Hüf­ten
- Bei­ne
- Tor­so
- Hand­ge­len­ke

Die Ant­wort:

***DIE HÄNDE TRAGEN AM MEISTEN ZUR SCHLÄGERKOPFGESCHWINDIGKEIT BEI!!!***

Gol­fer mit hohem Han­di­cap hal­ten sich nor­ma­ler­wei­se im Treff­mo­ment fest, was zu einem schwa­chen Schlag und damit zu einem Sli­ce oder Push Shot führt.

Der Grund, war­um Spie­ler mit hohem Han­di­cap im Treff­mo­ment “fest­hal­ten”, liegt mei­ner Mei­nung nach dar­in, dass sie NICHT genau wis­sen, wie die Schlä­ger­kopf­ge­schwin­dig­keit entsteht…

Ich möch­te dir die­ses bio­me­cha­ni­sche Kon­zept für den Golf­schwung anhand einer Illus­tra­ti­on ver­deut­li­chen (ent­schul­di­ge das Wort­spiel). Ver­su­che, einen Nagel ein­zu­schla­gen, ohne dir das Hand­ge­lenk zu bre­chen… benut­ze ein­fach dei­ne Arme und dei­nen Kör­per… hal­te dein Hand­ge­lenk starr… nicht viel Kraft, oder?

Jetzt häm­me­re den Nagel ein, indem du nur dein Hand­ge­lenk brichst oder los­lässt, ohne Kör­per und Arme… viel mehr Kraft, was? Du nutzt bio­me­cha­ni­sche Win­kel- und Flieh­kräf­te, um mit wenig Auf­wand viel Kraft zu erzeugen…

Ähn­lich wie beim Golf!

Hast du jemals einen Golf-Trick­schlag-Künst­ler beob­ach­tet? Er kann einen Golf­ball 275 Meter weit schla­gen, wäh­rend er auf dem Boden kniet. Das wirft die Vor­stel­lung über den Hau­fen, dass der Unter­kör­per am meis­ten zur Schlä­ger­kopf­ge­schwin­dig­keit bei­trägt… Meinst du nicht?

Was glaubst du, wie er die­se unglaub­li­che Kraft erzeugt, wäh­rend er auf den Knien ist?

Die mühe­lo­se Kraft kommt von der voll­stän­di­gen Frei­ga­be der Hän­de im Treff­mo­ment… Hast du jemals die Hand­be­we­gung des Golf­pro­fis Ser­gio Gar­cia im Treff­mo­ment beob­ach­tet? Auf die­se Wei­se kann eine 150-LB-Per­son 300-Yard-Schlä­ge machen… sie hat die­se Bewe­gung gemeistert.

Die bei wei­tem wich­tigs­te Kraft in der Bio­me­cha­nik des Golf­schwungs ist die voll­stän­di­ge Frei­ga­be der Hand durch den Golfball…

Wenn du ein­mal gelernt hast, den Golf­ball voll­stän­dig los­zu­las­sen, bist du auf dem Weg zu groß­ar­ti­gem Golf…

Schlag sie lang und gerade!

John Lynch



Source by John J Lynch

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